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17.11.2004 - Zukunft des rot-weißen Kaders

Das Jahr 2004 ist noch nicht mal vorbei, der Kader für die Saison 2005/06 dürfte eines der Themen sein, das die Gemüter der Fans eher weniger erhitzt. Noch. Denn langsam nähern wir uns der Winterpause, in der sich wie bekannt gerne schon mal Spieler für den nächsten Sommer von anderen Vereinen binden lassen und viele Clubs langsam anfangen, die personellen Planungen für die neue Saison in die Tat umzusetzen.

Die sportliche Situation mag nicht besonders stabil sein, viele Spieler haben sicherlich noch nicht ihre wahre Leistungsstärke (oder ihr Unvermögen) gezeigt, aber bei der Menge an auslaufenden Verträgen würde ein zu langes Zögern der Verantwortlichen in Sachen Vertragsgesprächen wohl zum totalen Auseinanderbrechen der Mannschaft führen. Dass das nicht unbedingt förderlich sein muss, erfährt zur Zeit der Absteiger Osnabrück in der Regionalliga Nord. Mit großen Erwartungen, einem neuen Trainer und einer Vielzahl an Neuzugängen, die durch die Zahl an Abgängen noch überboten wurde, startete man in die Saison - und hat mit den Aufstiegsrängen wenig zu tun.

An unseren Verein sind über das Saisonende hinaus Robert Wulnikowski, Peter Foldgast, Andre Wiwerink, Philip Kreuels und Silvio Pätz (bis 2006) sowie Sandro Schwarz (bis 2007), gebunden. Stürmer Daniel Teixeira besitzt eine Option im Vertrag, die diesen bei einer bestimmten Zahl von absolvierten Einsätzen automatisch um ein Jahr verlängert. Sehr wahrscheinlich ist, dass einzelne Spieler mit über das Saisonende hinausgehenden Verträgen Ausstiegsklauseln für den Abstiegsfall besitzen.

Was bei Peter Foldgast mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der Fall sein dürfte, ist ebenfalls bei den beiden Neuzugängen Robert Wulnikowski und Sandro Schwarz im Bereich des Möglichen. Nascimento (St. Pauli), Haastrup (Osnabrück) und Kioyo (1860 München) sind lediglich ausgeliehen und müssen am Saisonende wohl wieder zu ihren alten Vereinen zurückkehren. Kaufoptionen auf diese Spieler sind nicht bekannt. Vorstellbar wäre eine solche Klausel bei Abwehrspieler Nascimento, für den im Falle des Klassenerhalts eine doch recht happige Leihgebühr von über 100.000€ an den Kiez überwiesen werden müsste.

Fast sicher dürfte sein, dass eine solche Klausel im Fall von Francis Kioyo nicht besteht. Laut Medienberichten wollte Rot-Weiss den Kameruner ohnehin schon fest verpflichten, was von 1860 jedoch abgelehnt wurde. Wenig Sinn würde es machen, wenn die Münchener beim Vertragsabschluss nun doch einer Klausel zur endgültigen Verpflichtung zugestimmt hätten.

Von den bisher genannten Spielern abgesehen, könnten nach jetzigem Stand wohl alle anderen Akteure des Kaders im Sommer ablösefrei wechseln, wobei man davon ausgehen sollte, dass zumindest einige Kicker Klauseln in ihren Verträgen haben dürften, die es entweder dem Spieler oder dem Verein erlauben, den Vertrag per Option zu verlängern oder die an irgendwelche Umstände (siehe Teixeira) gebunden sind.

So wie es aussieht, sind also bis auf Foldgast alle Spieler, die Leistungsträger sind oder kurzfristig zum Kreis eben jener gehören könnten, im Sommer an andere Vereine gebunden (Kioyo, Nascimento) oder ablösefrei (Renno, Ernst, Bilgin, Wedau, Goldbaek, Koen, Yildirim). Bei Bjarne Goldbaek erscheint, so wünschenswert sie auch wäre, eine Vertragsverlängerung relativ unwahrscheinlich. Goldbaek, der bereits jetzt für das dänische Fernsehen arbeitet, wird meiner Einschätzung nach seine Karriere wohl beenden und in den wohlverdienten Ruhestand treten.

Bei Ali Bilgin und Erwin Koen wäre eine Vertragsverlängerung nach Saisonende im Abstiegsfall wohl nahezu utopisch. Beide wurden in der Vergangenheit schon von Profi-Clubs beobachtet, Koen u.a. von Borussia Mönchengladbach, Bilgin soll im Sommer gar Kontakt zum VfB Stuttgart gehabt haben. Bei den anderen Kandidaten (also Renno, Ernst, Wedau, Yildirim) ist es vorstellbar, dass sie dem Verein auch in der Regionalliga erhalten blieben, was allerdings stark davon abhängt, wie sie sich im weiteren Saisonverlauf präsentieren. Wenn Rene Renno z.B. seine Form noch ein paar Monate hält und ein paar Unhaltbare rausholt, wird auch er sicherlich im Fokus des einen oder anderen Proficlubs stehen, wenn diese versuchen, ihren Kader neu zu besetzen. Die Verträge dieser Spieler könnte man im Winter bei einer noch ungeklärten sportlichen Perspektive des Vereins wohl also nur verlängern, wenn man ihnen die Möglichkeit gäbe, nach einem möglichen Abstieg den Verein (unter Umständen sogar ablösefrei) zu verlassen.

Neben den Leistungsträgern gibt es eine größere Fülle an Spielern, aus deren Pool sich die restlichen Plätze der Anfangsformationen ergeben. Das können Stammspieler wie z.B. Ristau sein, aber auch Spieler, die häufig nur auf der Bank Platz nehmen, aber einen gewissen Druck auf die Stammkräfte ausüben und bei Verletzungen in die 1. Elf rutschen können. Paradebeispiel dürfte hier Sven Lintjens sein. Zu dieser Kategorie von Spielern mit auslaufenden Verträgen können noch Marco Kück, Sidney, Sebastian Schoof und Daniel Teixeira gezählt werden. Prinzipiell sollte es möglich sein, diese Spieler für beide Ligen an sich zu binden, eine Ausnahme bietet u.U. Sven Lintjens, dessen großes Potential, was er in Essen bisher kaum ausgeschöpft hat, ihm noch einen Platz im Notizbuch des einen oder anderen Profitrainers oder Managers, verschaffen könnte.

Die Möglichkeit, die Verträge wohl verlängern zu können, beantwortet allerdings noch nicht die Frage, ob das von der sportlichen Leitung auch gewünscht wird. Im Fall von Sebastian Schoof ist das beispielsweise sicherlich eine Leistungsfrage. Seine Möglichkeiten gehen auf jeden Fall über das hinaus, was er bisher in dieser Saison geleistet hat, allerdings stand er schon in der letzten Saison teilweise in der Kritik (obwohl er z.B. eine mehr als passable Torquote vorweisen konnte und seine Stärken in der Regionalliga sicherlich besser zur Geltung kamen). In der Regionalliga wäre er sicherlich wieder eine sehr gute Option für die Stammelf, während man auch in der 2. Liga noch mehr von Schoof erwarten kann. Das bedeutet aber nicht, dass man es nicht auch (vor allem im Falle des Klassenerhalts) mit einem anderen Stürmer probieren könnte, von dem man sich erhofft, dass er sein Potential eher ausreizen könnte.

Hilko Ristau und Marco Kück beweisen zur Zeit, dass sie durchaus ordentliche Abwehrspieler sind und auch in der 2. Liga bestehen können. Allerdings stellt sich die Frage, ob sie es akzeptieren würden, wenn weitere Spieler für ihre Position verpflichtet würden (im Falle des Klassenerhalts würde der Verein wohl auf jeden Fall versuchen, sich auch personell weiterzuentwickeln), die sportliche Perspektive stimmt (wenn der Verein im Abstiegsfall nicht sofort wieder den Aufstieg anpeilen würde, wäre es wohl auch für Kück und Ristau nicht mehr reizvoll, an der Hafenstrasse zu kicken) oder sie generell eine neue Herausforderung suchen würden.

Einer Vertragsverlängerung von Daniel Teixeira allerdings stünde nicht nur sein hohes Alter, sondern auch Probleme mit der Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis im Wege, sollte man, was niemand hofft, wieder den Weg in die Regionalliga antreten müssen. In der gleichen Situation befände sich sein Landsmann Sidney. Ähnlich ist es in diesem Sommer bereits dem ehemaligen Rot-Weissen Mark Komade ergangen, dessen Wechsel zum ETB Schwarz-Weiss an eben dieser Problematik gescheitert ist.

Weiterhin gibt es noch eine Gruppe an Spielern, die immer mal wieder in der Startelf stehen dürften, sich ansonsten aber (noch?) eher mit Kurzeinsätzen sowie Bank- und Tribünenplätzen anfreunden müssen und im großen und ganzen den Kader auffüllen. Das sind Perspektivspieler und Talente, wie vor allem Steffen Hoffmann oder aus dem eigenem Nachwuchs stammende Akteure wie Benjamin Venekamp. Hier stellt sich die Frage, ob sie im Training oder in Kurzeinsätzen beweisen können, dass sie der Mannschaft mittel- oder langfristig helfen können. Wenn nicht, dürfte es sinnvoll sein, diese Spieler mit nachrückenden Spielern des älteren A-Jugend-Jahrgangs zu ersetzen. Hier bietet sich wohl vor allem der Offensivspieler Serkan Calik an, der in der A-Jugend-Bundesliga in schöner Regelmäßigkeit Tore erzielt.

Einen Sonderfall im Kader stellt bereits der Schotte Ryan Thomson da. Verpflichtet, als man im Sturm scheinbar zu wenige Akteure unter Vertrag hatte, hatte der Schotte lediglich bei einem Kurzeinsatz im Heimspiel gegen Erfurt die Chance, sich in der 1. Mannschaft zu präsentieren. Inzwischen versucht er sich (wohl relativ erfolglos) über die Landesliga-Mannschaft anzubieten, allerdings soll bereits im Winter eine Vertragsauflösung mit dem Neuzugang aus Split angestrebt werden.

Bisher hat Rot-Weiss selbst noch keinen Spieler für die neue Saison unter Vertrag genommen, jedoch besteht bei dem nach Wuppertal abgegebenem Stephan Nachtigall die Möglichkeit, ihn per Option zurück zur Hafenstraße zu beordern. Bisher konnte sich Nachtigall noch nicht im Regionalliga-Team des WSV etablieren und fiel eher durch häufige Einwechslungen und unglückliche Kommentare über seinen Ex-Verein auf der Homepage der Wuppertaler auf... (he)



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