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04.05.2005 - Ich sach ma ... RWE Fans auswärts

 

Essen auswärts !

In diesem Text soll es nicht um den Fanclub "Essen auswärts" gehen, den unser "Vereinspfarrer" aus der Pfalz ins Leben gerufen hat, sondern um das Zusammenspiel zwischen Verein und Fans bei Auswärtsspielen gehen.

Aktuell steht hier die von Verein und Mannschaft subventionierte Auswärtsfahrt zum LR Ahlen an. Man bietet den Fans zum Preis von 3 Euro den Hin- und Rücktransport in gemieteten Bussen. Dies soll vorrangig ein Dankeschön von Verein und Mannschaft an die treuen Auswärtsfans sein, die zu den Spielen gerade außerhalb des Ruhrgebietes pilgern. Klingt auf den ersten Blick wie eine tolle Aktion und auch absolut zur rechten Zeit, benötigt doch unser Team in den verbleibenden 4 Spielen wohl noch jeden Rückhalt um den Klassenerhalt doch noch zu schaffen.

Auf den ersten Blick.

Sehen wir das Ganze mal aus einer anderen Sichtweise: letztes Auswärtsspiel, es steht viel auf der Kippe, gab es da nicht mal was??? Richtig! Trauma Münster! Damals versaute einem die Eintracht aus Braunschweig, mittlerweile wieder unter uns, den sicher geglaubten Aufstieg noch in der letzten Minute bzw. in der Nachspielzeit und daraufhin kam es nach eindeutigen Provokationen der Fans aus Münster zu hässlich Szenen, als "Fans" aus Essen nicht nur vor dem Münsteraner Block randalierten, sondern auch Spieler angegriffen, das Stadion erheblich beschädigt und öffentliche Verkehrsmittel demoliert wurden. Vermessen wer jetzt glaubt, hinter der Reise nach Westfalen steke Kalkühl der Vereinsführung in Zusammenarbeit mit der Polizei. Ahlen lässt verhältnismäßig wenig Auswärtsfans zu, die dort zuständige Polizei aus Bielefeld zeigte bereits gegen Kölner Fans, dass sie auch fürs Grobe gut gerüstet ist. Einziges Risiko wäre also der Abtransport nach einem möglichen Abstieg. Da bieten sich natürlich gut versicherte private Busse geradezu an. Man kann diese vor den Block fahren lassen und Fans direkt "hineintransportierten" und dann mit entsprechender Polizeibegleitung schnell wieder heim schaffen. Eine Deutschland-weite Schlagzeile der Essener Fans wäre somit vermieden.

Aber vermessen, wer sowas denkt ...

Generell hat sich für Fans in dieser Saison einiges getan. Der Fanbeauftragte Lothar Dohr setzt zu vielen Spielen Fanbusse ein, mit denen Fans zu fairen Preisen zu den Auswärtspartien kommen können. Dennoch fühlt man sich als Fan manchmal immer noch allein gelassen.

Wenn man an Fahrten wie Cottbus oder Aue denkt, wünscht man sich als Fan doch auch schon mal ein bißchen Angebote vom Verein. Dynamo Dresden als Beispiel organisiert über sein Fanprojekt nicht nur Busreisen, sondern informiert auch vorab detailliert über Anfahrt, Parkmöglichkeiten, Umfeld und "einheimische Sitten" wie FAngruppen oder Konfliktpunkte. Vielleicht könnte man von Seiten unseres Vereines hier auch noch das ein oder andere verbessern, denn nicht nur Problemfans verdienen Aufmerksamkeit.


RWE-Fans bei bitterer Kälte in Unterhaching


Positiv ist sicherlich die Anwesenheit unseres Fanprojektes bei allen Auswärtsspielen, wie man aber die Anwesenheit unseres Sicherheitsbeauftragten, auswärts oftmals noch hilfloser und überforderter als daheim, bewertet, bleibt jedem selbst überlassen. Schon erschreckend war hier, wie er als offizieller Sicherheitsbeauftrager von Rot Weiss Essen z.b. beim Auswärtsspiel in Cottbus vergeblich versucht hat zu verhindern, dass einige offenbar nicht nur alkoholisierte sondern auch stark verwirrte Dynamo-Dresden-Anhänger in den Block durften. Hier mußten erst Fans einschreiten, bis der Ordnungsdienst reagierte und die Personen unter Beobachtung nahm. Herr U. gab hier eine sehr schlechte Figur ab.

So ist man nicht nur auf An- und Abreise zu den Stadien gerade als so genannter Allesfahrer oftmals noch auf sich selber oder Tips der Heimfans angewiesen, sondern auch im Gästeblock selber gänzlich auf sich gestellt, wenn das Fanprojekt mal nicht schlichtend bereitsteht.

Mit einem nicht unerheblichen Grinsen nahmen wohl viele Auswärtsfahrer daher heute das Angebot im Rot-Weiss-Fanshop zur Kenntnis, in dem Fans bei Vorlage einer Ahlen und 1860-Karte ein 30% Nachlass auf die "Essen away"-Kollektion gewährt wird. Auch wenn unser Fanprojekt sicherlich eine gute Figur in den Sachen abgibt, wünschen sich doch gerade viele regelmäßige Besucher von gerade auch weiten Auswärtsspielen eine etwas umfangreichere Unterstützung vom Verein. Bei Claudia und Roland handelt es sich übrigens um Angestellte der AWO, nicht von Rot-Weiss Essen.


Fanprojekt in Saarbrücken


Nun steht uns ja warscheinlich der direkte Wiederabstieg in die Bedeutlungslosigkeit der Regionalliga Nord bevor. Ob der Verein hier die Arbeit für Auswärtsfahrer ausbaut ist sehr fraglich. Sollte aber, und daran glaubt der Autor noch immer fest, der Klassenerhalt doch noch realisiert werden können, so hat der Verein noch einiges Potential zum Arbeiten.

auf gehts nach Ahlen ...

(mn)



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