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Tabelle

1
Essen
-
2
Oggersheim
-
3
Elversberg
-
4
Verl
-
5
Lotte
-
6
Trier
-
7
Worms
-
8
Kleve
-
9
Cloppenburg
-
10
Dortmund II
-
11
Münster
-
12
Köln II
-
13
Gladbach II
-
14

Leverk. II

-
15
Mainz II
-
16
Lautern II
-
17
Bochum II
-
18
Schalke II
-


Letztes Spiel


09.08.08 - 1:3 (1:1)


Nächstes Spiel


15.08.08 - 18:30 Uhr
PGW Arena Lotte


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Stiftung Warentest Stadion Analyse


Stiftung Warentest Stadion Analyse

Selten war eine Studie der Stiftung Warentest so im Fokus der Öffentlichkeit, wie im Fall des Stadiontests. Das Unternehmen prüfte die Sicherheit der vierzehn WM-Stadien und stellte fest, dass einige von ihnen bedenkliche Sicherheitsmängel aufweisen. Die Betreiber und die Organisatoren wiesen die Vorwürfe brüsk von sich, denn die deutschen Stadien gelten mit als die modernsten der Welt. Doch die Frage, die sich stellt ist: „Bin ich im Stadion ausreichend gesichert? Wenn schon die neu gebauten und renovierten Spielstätten nicht genügend Sicherheit bieten sollen, wie gefährlich ist der Besuch am „Millerntor“, im „Stadion am Zoo“ oder gar im „Georg-Melches Stadion“? Gehen wir die Kriterien bei unserer Heimstätte durch:

Besonders wichtig waren den Testern die Fluchtmöglichkeiten im Fall einer Panik. Diese wäre in vielen Stadien nur unzureichend gegeben. Hier bietet der heimische Platz eine große Zahl an Fluchtmöglichkeiten. An den Eingängen jeder Tribüne befinden sich große Tore, die von Ordnern im Unglücksfall geöffnet werden könnten. Die Fluchtmöglichkeit über den Rasen ist genauso gegeben und von dort aus kann das Stadion in jede Richtung verlassen werden. Problematisch würde wohl die Fallhöhe auf der Haupttribüne werden, denn die erste Reihe befindet sich bekanntlich ein ganzes Stück über der Erde.

Weiterhin wurden die steilen Treppen in vielen Stadien bemängelt, doch auch hier ist die Gefahr in Essen sehr gering. Die Haupttribüne fasst insgesamt mehr als 4.000 Sitzplätze und ist im Vergleich zu den WM-Arenen klein und daher auch nicht annähernd so steil gebaut, wie die Oberränge in Dortmund oder Köln. Auch die Tatsache, dass die Ecken des Georg-Melches Stadion nicht geschlossen sind, trägt wohl zu verbesserten Fluchtmöglichkeiten bei, doch wäre es ein Trugschluss zu behaupten, dass unsere Spielstätte mit Auszeichnung aus diesem Test hervorgegangen wäre.

In dieser öffentlichen Diskussion werden wohl jedem Fußballfan die Bilder von 1985 und 1989 in den Kopf kommen. Im belgischen Heyselstadion und im Hillsborough Stadion in Sheffield verloren durch massive Fanausschreitungen seitens des FC Liverpools über hundert Menschen ihr Leben. Diese Ereignisse sollten wahrhaftig belehrend sein, dass die Sicherheit der Zuschauer unbedingt gewährleistet werden muß, doch sollten sie auch nicht dazu verleiten beim Thema Stadionsicherheit jede Sachlichkeit vergessen zu lassen.

Fest steht, dass gerade bei Veranstaltungen, bei denen Menschenmassen anwesend sind, die Chance, dass eine Panik ohne große personelle Schäden beendet wird, sehr gering ist. Egal, ob Hunderttausende beim Papstbesuch in Köln, 80.000 Zuschauer im Westfalenstadion oder eben „nur“ 12.000 Zuschauer bei Rot-Weiss Essen, eine hundertprozentige Sicherheit kann kein Mensch garantieren. Jetzt aber in unbegründete Hysterie zu verfallen wäre falsch, denn die Möglichkeit eines Unglücks ist relativ gering und Sicherheitsmaßnahmen, die jetzt und in der Vergangenheit ergriffen worden sind, sind so umfassend, dass die Gefahr im Unglücksfall bestmöglich reduziert wurde. In Essen müsste ein weiterer Schritt getan werden, wenn der Stadionneubau doch eines Tages kommen sollte, denn nicht nur der Komfort, sondern auch die Möglichkeiten zur Sicherung des Anhangs steigen dann an.



(hs)




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