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14.07.2005 - Rückblück, Augenblick, Ausblick Teil 3

Von neuen Besen, unserer Lieblingsliga und Aufstiegsträumen...

Mit der Verpflichtung des Belgiers Stijn Haeldermans von Rot-Weiß Oberhausen erklärte Geschäftsführer Nico Schäfer die Personalplanungen vorerst für beendet – spätestens danach Zeit, den Blick von der katastrophalen letzten Saison abzuwenden und in die Zukunft zu schauen.

Bekanntlich verlassen mit RWE die beiden weiteren „Rot-Weißen“ aus Oberhausen und Erfurt die 2. Liga Richtung (Zitat A. Weber) „Schweineliga“ Regio Nord, wobei in Erfurt zeitweise sogar um die Lizenz für die oberste Amateurklasse gebangt werden musste.
Von unten wird die Liga unter anderem mit den alten Bekannten aus Wattenscheid und Jena (DFB-Pokal 93/94) aufgefüllt.

Die Fragezeichen rund um die Besetzung der Liga sind also seit Wochen verschwunden – die um den Essener Kader seit wenigen Tagen ebenfalls.

Auf der Jahreshauptversammlung im Juni, zu deren Zeitpunkt die Fanseele aufgrund des Abstiegs, der Situation rund um die Maßnahmen zur Fantrennung und einer äußerst spärlich besetzten Mannschaft, traten die Verantwortlichen dann auch mit der Maßgabe an die Öffentlichkeit, zumindest einige dieser Frage- in Ausrufezeichen umzuwandeln und auch sonst einen aufstiegstauglichen Kader auf die Beine zu stellen.

Ein paar Wochen später wurden diese Versprechungen tatsächlich, was nicht wenige Fans nicht erwartet hatten, in die Tat umgesetzt.

Wie auch immer man „Ausrufezeichen“ im Bezug auf Fußballspieler definiert, einige davon werden wir sicherlich unter den 22 Rot-Weissen, die in der nächsten Saison den Wiederaufstieg auf dem Rasen realisieren sollen, finden können.

Zumindest auf dem Papier wurde von Uwe Neuhaus und Olaf Janßen ein für Regionalliga-Verhältnisse sehr starker Kader zusammengestellt.

Neben den letzten 4 verbliebenen Spielern aus der letzten Saison (Ristau, Bilgin, Calik und Larsen) bilden eine Reihe von erfahrenen Profi-Spielern wie Michael Bemben, Dirk Langerbein, Ronny Nikol, Holger Wehlage und Macchambes Younga-Mouhani mit Leistungsträgern von Regionalligisten wie Michael Lorenz, Alex Löbe (beide Paderborn), Stefan Lorenz (Wolfsburg), Victor Hugo Lorenzon (Düsseldorf) und Danko Boskovic (SV Wehen) ein starkes Korsett.

Hinzu kommen junge Spieler wie Ferhat Kiskanc, Torwart Andre Maczkowiak (beide Köln Amateure), Tim Gorschlützer (Ahlen Amateure) oder Florian Thorwart (Lübeck), die alle das Potential haben, sich während der Saison zu Stammspielern zu entwickeln.

Komplettiert wird der Kader von Thorsten Horz, welcher in der letzten Saison bereits unter Uwe Neuhaus bei den Amateuren von Borussia Dortmund spielte und dort die Position des Spielmachers inne hatte und so sicherlich ebenfalls versuchen wird, sich einen Stammplatz zu erkämpfen, und zwei weiteren Spielern aus der eigenen A-Jugend.

Baris Özbek und Moritz Stoppelkamp konnten in der Saisonvorbereitung bisher genau wie ihr alter Teamkamerad Serkan Calik auf sich aufmerksam machen und haben es dem sportlichen Leiter Olaf Janßen trotz junger Jahre angetan.
Dieser erwartet, dass auch die 3 „Eigegengewächse“ im Saisonverlauf auf sich aufmerksam machen werden.

Insgesamt steht Uwe Neuhaus also eine sehr schlagkräftige Truppe zur Verfügung.
Doch auch wenn Rot-Weiss wohl die von den Namen her eindeutig die am stärksten besetzte Mannschaft zu haben scheint, kann natürlich auch dieser Kader keine Aufstiegsgarantie geben.

Zum einen muss die Mannschaft noch zusammenfinden, die guten Ergebnisse aus den Testspielen gegen Bottrop, Kray, Kassel und Wolfsburg zeigen aber schon, dass man hier auf einem guten Weg sein könnte.

In der letzten Saison schafften es jedenfalls auch Lübeck und Osnabrück fast aufzusteigen, obwohl sie ebenfalls mit nahezu komplett neuen Teams an den Start gegangen waren – allerdings mit größeren Anlaufschwierigkeiten in der Vorrunde!

Zum anderen ist die Regionalliga Nord in der neuen Saison außergewöhnlich stark besetzt.
Neben RWE versuchen wie auch schon in der letzten Saison (da allerdings mit wenig Erfolg) Fortuna Düsseldorf, Holstein Kiel und Borussia (oder so ähnlich) Wuppertal und der FC. St. Pauli die Liga nach oben zu verlassen.

Vorallem St. Pauli schaffte es, wohl dank seines Image als „Kult-Club der Nation“, dem sich RWE leider nicht bedienen kann, namhafte Spieler unter Vertrag zu nehmen.
Bei Thomas Meggle (zuletzt Rostock) spielte wohl auch die gemeinsame Profi-Zeit eine große Rolle, Dennis Tornieporth (Holstein Kiel), immerhin einer der Top-Spieler der Regionalliga Nord, ist gebürtiger Hamburger.

Die Fast-Aufsteiger aus Osnabrück und Lübeck können ebenfalls wieder in den vorderen Tabellenregionen erwartet werden und haben beide ebenfalls aufgerüstet – Osnabrück u.a. mit Markus Wedau, der von der Hafenstraße an die Bremer Brücke wechselt, Lübeck mit Dietmar Hirsch, der aus Duisburg gen Norden wechselt.

Natürlich werden nicht alle Teams, die mit der Zielsetzung oben mitzuspielen in die Saison gehen, dass auch schaffen können.
Dafür wird es sicherlich wieder 1,2 Clubs geben, die sich trotz (oder gerade wegen?) niedrigerer Erwartungen in der Aufstiegsregion wieder finden werden.

Man sieht also, es wird kein leichtes Unterfangen, den direkten Wiederaufstieg unter Dach und Fach zu bringen.
Die bisher klasse verlaufene Saisonvorbereitung sowie der prominent besetzte Kader geben jedoch allen Anlass zur Hoffnung.

Sollte der Aufstieg entgegen unserer Hoffnungen nicht geschafft werden, wird es in der nächsten Saison wohl leider ungleich schwerer werden, dieses Ziel zu erreichen.
Ob große Sponsoren wie Steag und RWE eine weitere erfolglose Saison akzeptieren und Rot-Weiss weiterhin so stark wie bisher unterstützen, steht in den Sternen.

Allerdings belasten die gut-dotierten Verträge des derzeitigen Kaders Rot-Weiss für die Zukunft kaum.
Lediglich Alex Löbe, Ferhat Kiskanc und Hilko Ristau besitzen über das Saisonende hinausgehende Verträge, so dass die Personalausgaben niedrigeren Sponsoreneinnahmen angepasst werden können – die Ausgaben wären neben dem Saisonziel aber leider nicht der einzige Faktor, der nach unten korrigiert werden müsste.

Doch das sind Szenarien für die Zukunft, momentan steht RWE ein für Regionalliga-Verhältnisse sehr stark besetzter Kader zur Verfügung, der allen Anlass zur Hoffnung bietet.

Auf 3 Punkte in Emden und eine hoffentlich erfolgreiche rot-weisse Saison!

(hh)



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